Die jungen „Wilden“ – Junghundekurs

Info Junghunde

„Die Welt ist groooooßartig. Es gibt sooooo viel zu erkunden, zu entdecken und auszuprobieren. Spielen, Spaß haben, Toben, Rennen, Kabbeln mit Artgenossen und Jagen …. es könnte so schön sein – wäre da nur nicht immer mein Mensch, die Spaßbremse.“

Solche oder ähnliche Gedanken könnten in den Köpfen unserer Hunde spuken. 

Was aber denkt der Mensch, dessen Hund seinen vierten Lebensmonat überschritten hat?

„Oh nein, was ist nur aus meinem kleinen süßen Felltier geworden?“
„Warum macht er das nur?“
„Was hat er denn nun schon wieder?“
„Er hat doch schon mal so schön gehört?“
„Jetzt bin ich richtig sauer!“

Der geliebte Sonnenschein mutiert zum Flegel, zum Großkotz und Draufgänger. Dann ist er wieder kuschelig und süß. Wird unser Hund wahnsinnig? Nein. Das ist ganz normal, der kleine Racker wird langsam groß. Er befindet sich einfach „nur“ in der Pubertät. Jetzt heißt es für den Halter Nerven behalten, lächeln und mit verständnisvollem und konsequentem Training den geliebten Vierbeiner wieder auf die Spur zu bringen.

Wichtig zu wissen

Jedes Verhalten des Hundes basiert auf einem gerade empfundenen Gefühl. Motiviert durch dieses Gefühl zeigt er bestimmte Verhaltensweisen. In dieser Entwicklungszeit finden zudem Umbaumaßnahmen im Gehirn des Hundes statt, ausgelöst durch hormonelle und neuronale Veränderungen. Die Emotionen des Hundes sind in diesem Alter dadurch oftmals übersteigert, so dass der Vierbeiner sein Verhalten nicht immer willentlich steuern kann. Die Aufgabe des Menschen besteht nun darin, Verständnis, viel Geduld, Fairness und Konsequenz im Durchsetzen gestellter Regeln mitzubringen. Hier liegt der Grundstein für eine gute Mensch–Hund-Beziehung.

Alter des Hundes

Start: mit ca. 5 Monaten.

Da Hunde sich je nach Rasse, Typ und Gegebenheiten (z.B. Tierschutzhunde) unterschiedlich entwickeln bzw. entwickeln konnten, ist das Ende der Altersangabe nach oben offen.

Das kläre ich gerne in einem persönlichen Gespräch. 

Ziele

Nicht der Kadavergehorsam ist das große Ziel dieses Kurses, vielmehr geht es darum, ein entspanntes Zusammenleben zwischen dem Menschen und seinem Hund zu erlangen. 

  • Erlerntes aus der Welpenzeit wird gefestigt und verfeinert
  • Aufstellen sinnvoller Regeln und das „charmante“ Durchsetzen dieser
  • Denkmuster und Strategien der Hunde werden beleuchtet
  • Kommunikationsformen erarbeitet

Vorgehensweise

  • Zahlreiche Trainingstipps und Hilfestellungen
  • Gruppenarbeit, Zweier-Teams und Einzelübungen
  • Individuelle Beratung
  • Präsentation und gemeinsame Reflexion

Lerninhalte

  • Pause – Signal (Entspannung) etablieren

Während des gemeinsamen Trainings braucht der Hund Pausen, denn so kann er das eben Erlernte festigen. Training bedeutet Anstrengung und Stress für den Hund. Stressanzeichen von Hunden müssen wahrgenommen werden.

  • Impulskontrolle festigen

Der Hund muss lernen, nicht jedem Bedürfnis nachgehen zu können. Der Mensch ist der Entscheidungsträger.

  • Abruf „Der Superschlachtruf“

Freudiges Zurückkommen zum Hundehalter – jederzeit!

  • Führen des Hundes

Der Mensch führt und lenkt den Hund.

  • Nonverbale Kommunikation – Die Muttersprache der Hunde

Wie versteht mein Hund mich ohne vieler Worte?

  • Sitz, Platz unter Ablenkung

„Sitz“ heißt sitzen bleiben, „Platz“ liegen bleiben, bis der Hundehalter es auflöst.

So macht der Hund es auch gerne.

  • Abbruch von Fehlverhalten

Wie zeige ich dem Hund passgenau und fair, dass ich etwas nicht möchte?

  • Begrüßungssituationen entspannt meistern
  • An lockerer Leine laufen
  • Entspannte Hundebegegnungen
  • Entfernungsarbeit

Auch auf Distanz kann der Hund ins „Sitz“, „Platz“ gebracht werden. Auch hier muss er lernen, dass Sitz und Platz bedeutet sitzen und liegen zu bleiben, bis der Hundehalter das Signal auflöst.